Zufriedenes Fazit der stART10-Organisatoren
Insgesamt 500 Teilnehmer besuchten die diesjährige stARTconference und waren begeistert vom vielfältigen Informationsangebot und der Atmosphäre in der Duisburger Mercatorhalle.
Duisburg, 20.09.2010
„Eine gute Veranstaltung zu wiederholen oder gar zu übertreffen ist eine ziemliche Herausforderung, aber uns ist das dieses Jahr gelungen“, lautet das zufriedene Resümee von Frank Tentler, dem Sprecher der stARTconference, nach drei ereignisreichen Tagen in der Duisburger Mercatorhalle. Die Konferenz zeige, dass das Thema Web 2.0 mittlerweile von den meisten Kultureinrichtungen ernst genommen werde, ist Tentler überzeugt und zeigt sich angetan von der Qualität der Vorträge und Gespräche.
Mit Shelley Bernstein vom Brooklyn-Museum und den beiden Social Media-Experten Gerd Leonhard (Basel) und Marc van Bree (Chicago) konnten die Organisatoren der stARTconference mehrere internationale Fachleute für die zum zweiten Mal stattfindende Konferenz gewinnen und sorgten so dafür, dass die Konferenz auch international wahrgenommen wird
Gerd Leonhard: Vernetzung als Überlebensstrategie
In seinem Eröffnungsvortrag der im Vorfeld stattfindenden Prekonferenz stARTmuseum10 wies Media Futurist Gerd Leonhard darauf hin, dass Museen nur dann eine Überlebenschance hätten, wenn sie sich vor allem ihrem Publikum öffnen würden. „Banding statt Branding“ formulierte es Leonhard, der damit klarzumachen versuchte, dass es für die Museen darum geht, die Besucher als gleichwertig anzuerkennen und sie zum Mitmachen zu bewegen.
Den damit einhergehenden Kontrollverlust und die damit verbundene Angst vor Kritik relativierte der Wiener Kulturmanager Christian Henner-Fehr, da Kritik seiner Meinung nach den Kultureinrichtungen helfe, sich zu verbessern. Dass diese Angst unbegründet ist, zeigten die vielen von den Social Media-Experten Frank Tentler und Sebastian Hartmann präsentierten Beispiele aus dem Museumsbereich.
Von der Push- zur Pull-Kultur
Zum Auftakt der stART10 machte Carsten Winter, Professor für Medien- und Musikmanagement in seinem Vortrag deutlich, welchen Veränderungen unsere Gesellschaft und damit auch Kunst und Kultur unterworfen seien. Statt des passiven Konsumenten der Vergangenheit haben wir es heute, so Winter, mit Menschen zu tun, die sich sehr bewusst und aktiv entscheiden, was ihnen gefällt und was nicht.
Aus dem passiven Publikum werden aktive Mitglieder einer Community, in der beispielsweise ein Museum eine ganz neue Rolle zugewiesen bekommt, wie Shelley Bernstein in ihrem Vortrag über die Aktivitäten des Brooklyn-Museums zeigte. Eine immer wichtigere Rolle in der Kommunikation mit dem Publikum spielt dabei das mobile Web. In der Abschlussdiskussion wurde deutlich, dass es das Internet in seiner jetzigen Form nicht mehr lange geben wird. Den Kultureinrichtungen empfahl Markus Kucborski, bei der Vodafone-Ausgründung appseleration für den Bereich Product & Business Development zuständig, sich intensiv mit dem mobilen Web zu beschäftigen und die entsprechenden Strategien zu entwickeln, um die anvisierten Ziele erreichen zu können.
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion zeigten sich Besucher und Organisatoren sehr zufrieden. Für die Organisatoren sei, so Frank Tentler, das Konzept voll aufgegangen. Nun gehe es im nächsten Schritt darum, sich Gedanken über die stART11 zu machen und die führende Position der stARTconference an der Schnittstelle von Kunst, Kultur und Web 2.0 weiter auszubauen.
Über die stARTconference
Hinter der stARTconference stehen mit Christian Henner-Fehr, Christian Holst, Karin Janner und Frank Tentler vier Experten, die seit der Jahrtausendwende an der Schnittstelle von Kultur und Web 2.0 arbeiten und in diesem Jahr den Verein stARTconference e.V. gegründet haben, der das Ziel verfolgt, den Kunst- und Kultureinrichtungen Chancen und Risiken des Web 2.0 aufzuzeigen.
Zeichen (inklusive Leerzeichen): 3.949
Das Archiv mit Beiträgen und Medien zur stART10 finden Sie unter: http://flavors.me/startconference, den Pressebereich der stARTconference unter http://www.startconference.org/presse/
Pressekontakt:
Karin Janner
T: +49 (0)30 29 77 80 61
M: +49 179 945 87 38
E: KarinJanner@startconference.org
I: www.startconference.org
Foto
: © Christoph Müller-Girod, bei Veröffentlichung bitte Fotonachweis erbringen





Comments 0 Comments